Kritik zu Kärbholz STURM ZIEH AUF
Im Fahrwasser der Platzhirsche Böhse Onkelz und Die Toten Hosen, die schon seit Jahren bei ausverkauften Hallentourneen und randvollen Stadionkonzerten den Rahm abschöpfen, könnten sich Kärbholz zur dritten Deutsch-Rock-Kraft des Landes entwickeln. Mit ihren schmissigen Parolen und eingängigen Refrains, den Punk-angereicherten Gitarren-Riffs und treibenden Drums zielt das aktuelle Album STURM ZIEH AUF direkt auf Ohr, Beine und Nacken. Zudem geht es auch bei Sänger Torben Höffgen und seinen drei Holzbuben häufig darum, der Unbill des Lebens zu trotzen, sich nicht unterkriegen zu lassen und einmal mehr aufzustehen, als man gestrauchelt ist (‘Wenn ich fall’). Derartige Themen findet man bei Kärbholz anno 2006 zwischen ‘Dämmerlicht’ und ‘Sonnenfinsternis’, man balanciert auf des ‘Messers Schneide’, dort ‘Wo man tanzt’ und wo man vor allem eines braucht: ‘Mut’. Am Ende dann, wenn zwischen Rock und Punk, zwischen Metal und Indie die Messe gelesen und man ‘Des Todes Bruder’ entkommen ist und sich als ‘Gottes Kind’ fühlen darf, empfindet man nur eines: ‘Glück’. All diese Song-Titel mit ihren schneidigen Losungen sind quasi Tagebucheinträge, die aufzeigen sollen, wie man den täglichen Herausforderungen des Lebens gewachsen sein kann.
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Quelle: METAL HAMMER.de










