Kritik zu Exumer DEATH MASK MESSIAH
Wer Thrash Metal in seiner ursprünglichen Idee und Ausführung hören möchte, kommt an Exumer nicht vorbei. Die 1985 gegründeten Deutschen gehören zu den Veteranen der Szene und haben sich auch nach ihrer Wiedervereinigung nie dazu verleiten lassen, ihren Stil grundlegend zu modernisieren. DEATH MASK MESSIAH, das mittlerweile sechste Studioalbum der Band, knüpft genau dort an. Die Riffs werden peitschenartig auf den Hörer losgelassen, die Doublebass treibt den Schweiß auf den Nacken, und die Songs marschieren mit beeindruckender Konsequenz nach vorne. Trotz aller Traditionspflege klingt die Band nicht kraftlos oder überholt. Die Produktion von Dominic Paraskevopoulos (Kreator, Caliban) verleiht dem Material ordentlich Wucht. Auch die neue Rhythmussektion mit Bassist Alex Voss und Schlagzeuger Jerome Reil fügt sich hervorragend in das Gesamtbild ein. Kritik gibt es besonders an zwei Stellen: Zum einen fällt der Gesang von Mem V. Stein für meinen Geschmack etwas zu gebellt aus. Das passt zwar grundsätzlich zum kompromisslosen Charakter der Musik, erschwert aber stellenweise den Zugang zu den Songs. Zum anderen wirken einige Übergänge innerhalb der Kompositionen nicht immer vollständig schlüssig. Mitunter werden starke Riff-Ideen etwas abrupt aneinandergekettet, anstatt organisch ineinander überzugehen. Für Szeneliebhaber dürfte das allerdings kaum ins Gewicht fallen. DEATH MASK MESSIAH liefert genau das, was man von Exumer erwartet: kompromisslosen Thrash Metal mit hoher Authentizität, enormem Druck und einer gehörigen Portion Old School-Attitüde. Zugegeben, manches wirkt dabei ein wenig aufgewärmt, aber wie jeder weiß: Manchmal schmeckt Aufgewärmtes sogar besser als Frisches.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















