Kritik zu Master AMONG THE SEEDS OF DEATH
Nach den über fünf Jahren zwischen VINDICTIVE MISCREANT und SAINTS DISPELLED, in denen Gitarrist Alex „93“ Nejezchleba nach kurzer Absenz zurückkehrte und mit Peter Bajci ein neuer Schlagzeuger rekrutiert wurde, fiel die Wartezeit auf das 16. Studiowerk der Szeneurgesteine Master deutlich kürzer aus. Auch an der Agenda des handwerklich versierten Trios hat sich wenig geändert: Knurrmeister Paul Speckmann und seine Mannschaft bleiben weiterhin dem absoluten Old School-Ansatz treu und widmen sich bissigem Death- und Thrash Metal mit hörbarem Punk-Einfluss. Die Geschwindigkeit bleibt während der 41-minütigen Spielzeit weitgehend hoch, wobei Master in ‘Injustice And Lack Of Remorse’ passioniertes Prügeln mit wuchtigem Voranpumpen vereinen, im zackigen ‘Unsettled Loss’ sowie dem Anti-KI-Finale ‘Let’s Revoke’ gesprochene Kulissen einbinden und in ‘Dust’s Arrival’ das Tempo zumindest stellenweise zurücknehmen. Dazwischen wüten sägende Offensiven wie ‘A Cell With A Door And No Slave’ oder packende Kracher wie ‘Watch As Children Burn’ alles in Grund und Boden. Unprätentiös und verlässlich, ohne Rücksicht auf Kompromisse oder gar die Anbiederung an Trends – von Master bekommt man auch auf AMONG THE SEEDS OF DEATH exakt das, was man erwartet. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. In der heutigen, wankelmütigen Zeit eine durchaus beachtliche Leistung.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















