Mastodon haben Klage von Brent Hinds’ Erben an den Hacken

Für Mastodon bleibt ihr früherer Gitarrist Brent Hinds nicht nur musikalisch weiter ein Thema. Denn die Erben des am 20. August 2025 bei einem Motorrradunfall verstorbenen Musikers haben die Band verklagt. Laut dem Atlanta Journal-Constitution werfen die Nachlassempfänger dem Quintett vor, dass es Hinds niemals aus der Gruppe und den zugehörigen Firmen herausgekauft hätte. Zudem passt es Brents Familie nicht, dass die Formation das Abbild des Lockenkopfs auf dem Cover ihres aktuellen Albums MARROW DEEP verwendet hat.

Ungeklärte Angelegenheiten

Mastodon kommentieren dies wie folgt: „Leider ist eine private geschäftliche Auseinandersetzung mit dem Nachlass unseres lieben, verstorbenen Freundes Brent Hinds an die Öffentlichkeit gelangt. Wir weisen die Anschuldigungen, wir hätten in böser Absicht gehandelt, entschieden zurück und beabsichtigen, uns energisch gegen diese unserer Meinung nach unbegründete Klage zu verteidigen. Wir haben nicht vor, uns künftig öffentlich dazu zu äußern, da wir der Ansicht sind, dass dies weder Brents Andenken noch dem Vermächtnis seines musikalischen Talents gerecht würde.“

In der Zivilklage heißt es außerdem, Mastodon hätten Hinds einen Scheck über 80.000 Dollar als für seinen Anteil an der Band ausgestellt. An die Einlösung waren offenbar ein paar Bedingungen bezüglich der Trennung geknüpft. Allerdings habe Brent diese Vereinbarung nie unterschrieben. Obendrein haben die Erben den Scheck noch nicht eingelöst. Denn sie wollen eine vollständige Abrechnung zu Gesicht bekommen, aus welcher der tatsächliche Betrag hervorgeht, der Hinds zusteht.

Darüber hinaus prangern die Nachlassempfänger an, dass Brents Gesicht in das MARROW DEEP-Artwork integriert wurde. So ist in der Klageschrift zu lesen: „Die Beklagten wählten ein erkennbares Bild von Brent aus, platzierten es auf dem Album-Cover von MARROW DEEP und verbreiteten dieses Cover, um physische Alben, digitale Downloads und Streams, Merchandise sowie zugehörige Waren oder Dienstleistungen zu bewerben, zu vermarkten, zu vertreiben und zu verkaufen.“

Der Ausschnitt aus dem MARROW DEEP-Artwork von Mastodon mit dem Gesicht von Brent Hinds
Der Ausschnitt aus dem MARROW DEEP-Artwork von Mastodon mit dem Gesicht von Brent Hinds

Auf dem MARROW DEEP-Cover sind zentral die drei Moiren aus der griechischen Mythologie zu sehen. Dabei handelt es sich um Schicksalsgöttinnen, die über Leben und Tod der Menschen bestimmen. Daneben haben Mastodon sowohl Brents als auch das Antlitz der ebenfalls 2025 verschiedenen Mutter von Drummer Brann Dailor in das MARROW DEEP-Cover gepackt. Die Gesichter finden sich (ein wenig versteckt) unter der Darstellung von Atropos – jener Schicksalsgöttin, die den Lebensfaden durchschneidet.

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Den Erben stößt überdies sauer auf, dass Dailor, Bassist/Sänger Troy Sanders und Gitarrist Bill Kelliher „Details aus Hinds’ Privatleben offenlegten“. Diese Dinge seien vertraulich gewesen. Brent habe sie „zu Lebzeiten bewusst privat gehalten“ hatte. Konkret geht es bestimmt darum, dass die drei Mastodon-Musiker in der Doku ‘The Mastodon In The Room’ ziemlich offen über Hinds’ wilden Lebensstil quatschen. Dabei sind auch Alkohol und Drogen ein Thema.


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Quelle: METAL HAMMER.de