Kritik zu Extol AURA OF DECAY

Die Norweger Extol wagen ihren dritten Anlauf: Nach vier Studioalben zwischen ihrer Gründung 1993 und ihrer ersten Auflösung im Jahr 2007 sowie der Band-betitelten Rückkehr 2013 erklären die Christen auch ihre zweite Auszeit für beendet und legen ihr Sechstwerk vor. Die größte Überraschung dürfte dabei die Rückkehr von Gitarrist Christer Espevoll darstellen, der zuletzt fehlte. Nach wie vor dabei sind sein Bruder Peter sowie die treuen Mitstreiter David Husvik und Ole Børud. Musikalisch beschreiten Extol auf AURA OF DECAY weiterhin ihren anspruchsvollen, etwas an Opeth er­in­nernden Pfad zwischen Progressive- und Death Metal: Das Geschehen bestimmen gigantische Riff-Bollwerke und komplexe Kompositionen mit gekonntem Timing und ordentlich Schub. Zusätzlich zur regulär harschen Stimme brandet immer wieder auch stimmungsvoller Klargesang auf und erhellt die generell düstere Anmutung, wodurch sich ein packendes Miteinander ergibt (man höre ‘Phantom Dismay’). Über weite Strecken gelingt es dem Quartett, Sperrigkeit zu vermeiden und das Material mit einem gewissen Fluss bis Sog auszustatten (‘Wrecked Within Walls’). Dennoch empfiehlt sich die Platte insbesondere Metalheads, die ein Hörerlebnis abseits der Norm suchen, mit fordernden Strukturen klarkommen und sich in dieser Nische wohlfühlen.

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Quelle: METAL HAMMER.de