Ist ein Peter Steele-Tributkonzert möglich?

Ein Tributkonzert zu Ehren des verstorbenen Type O Negative-Frontmanns Peter Steele ist offenbar weiterhin nicht ausgeschlossen. In einem Interview mit dem Podcast ‘HardLore’ sprach der ehemalige Type O Negative-Gitarrist Kenny Hickey über die Möglichkeit, gemeinsam mit den verbliebenen Band-Mitgliedern und Gastsängern das musikalische Schaffen der Doom Metal-Legende zu ehren. Einfach wäre solch ein Vorhaben allerdings nicht.

„Wir haben tatsächlich Angebote bekommen. Uns wurde eine einzelne Show für sehr viel Geld angeboten. Aber für ein einziges Konzert könnten wir das nicht machen. Der Aufwand ist einfach zu groß. Es müssten schon mehrere Auftritte für entsprechend viel Geld sein“, erklärte Hickey. Zunächst müsse die Band ihre Musik wieder einstudieren und ein visuelles Konzept für die Show entwickeln. Vor allem die Suche nach einem geeigneten Ersatz für Steele stelle eine große Herausforderung dar.

„Man muss jemanden finden, der Peters Gesang mit dem nötigen Feingefühl hinbekommt. Und dabei ist sein Bassspiel noch gar nicht berücksichtigt. Das ist das Schwierigste. Es gibt viele Leute mit tiefen Stimmen, die herumlaufen und Peter nachahmen. Aber so Bass spielen wie er? Vergesst es. Niemand kann so Bass spielen wie Peter.“

Hickey betonte, dass ein Comeback der Band derzeit logistisch kaum umsetzbar sei. Ein Tributkonzert könne er sich jedoch unter bestimmten Umständen vorstellen: „Vielleicht wird es irgendwann in der Zukunft eine Tributeshow geben, wenn sich das logistisch organisieren lässt und es sich auch lohnt. Ich sage niemals nie.“

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Josh Silver noch nicht überzeugt

Ein weiteres Hindernis könnte Keyboarder Josh Silver sein. Das ehemalige Type O Negative-Mitglied soll bislang wenig Interesse an einem Tributprojekt gezeigt haben. Silver, der mit der Schwester von Kennys Ehefrau verheiratet ist, arbeitet seit Jahren als Rettungssanitäter in New York City.

Auf die Frage von Podcast-Moderator Cassius Morris, weshalb Silver nicht mitmachen will, antwortete Hickey: „Das müsste er selbst beantworten. Er war schon immer jemand, der sich zu 150 Prozent für etwas einsetzen muss. Wenn er nicht zu 150 Prozent dabei ist, macht er es nicht. Er hat andere Dinge zu tun. Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Vielleicht hat er in naher Zukunft nicht mehr so viel um die Ohren.“

Type O Negative prägten mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Gothic und Metal sowie Peter Steeles markant tiefer Stimme die alternative Musikszene nachhaltig. Nach Steeles Tod im Jahr 2010 endete die Band-Geschichte.

Ehemalige Type O Negative-Mitglieder veröffentlichen Album

Für Type O Negative-Fans gibt es dennoch Neues zu entdecken: Kenny Hickey und Johnny Kelly haben gemeinsam mit Hank Hell (Inhuman), Joseph James (Agnostic Front) und Aaron Joos (Empyreon) die Band Silvertomb gegründet. Ihr neues Album THE INTERPRETATION OF NIGHTMARES erscheint am 13. November 2026 über Steamhammer. Drei Songs daraus wurden bereits als Singles veröffentlicht: ‘No Way To Live’, ‘Graves In The Sky’ und ‘Brain Matter / No God’. Die ersten beiden Singles wurden zudem von Musikvideos unter der Regie von Tom J. Flynn begleitet.

In der kommenden Dezemberausgabe von METAL HAMMER erzählt Kenny Hickey in einem Interview, wie ihm die Arbeit an THE INTERPRETATION OF NIGHTMARES dabei half, seine Sucht zu bekämpfen. Außerdem blickt er auf die turbulenten Jahre mit Type O Negative zurück und erklärt, wie Peter Steele ihm beibrachte, Schwächen zeigen zu können.

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Quelle: METAL HAMMER.de