Kritik zu Konvent FIRESKY

Die dänischen Death-Doom-Damen Konvent gingen schon immer ihren eigenen Weg. Mittlerweile haben sie zehn Jahre auf dem Buckel und zelebrieren dies mit ihrem dritten Studioalbum. Band-Vor­steherin Rikke Emilie List growlt immer noch so tief, dass man es mit der Angst zu tun bekommt, während ihre (2025 um Gitarristin Amira Liv Hernan verstärkte) Frauschaft eine ansprechend schwere Basis legt, die nicht nur schleppend voranschreitet, sondern immer wieder auch brutal Fahrt aufnimmt. Stücke wie ‘Exorcise’ oder ‘Scorning’ durchbrechen oder eröffnen dabei längere instrumentale Passagen, die im Kontrast zur sonstigen, in der Regel packenden Brachialität stehen und dem Werk einigen Schwung nehmen, die traditionell überlangen Kompositionen aber auch auflockern. Trotzdem stellt sich die Frage, ob insbesondere Schwergewichten wie dem dräuenden Zwölfminüter ‘In The Unknown’ nicht eigentlich Entschlackung statt eines ausladenden Intermezzos guttäte. Für mehr Spannung sorgt indes der Gastauftritt der dänisch-koreanischen Musikerin Mai Soon Young Øvlisen (Meejah), die den Titel-Track mit betörendem Klargesang bereichert, bevor ‘Postludium’ mit zurückgenom­mener Instrumentierung und Brand­geräuschen ausleitet. Trotz einiger Fragezeichen stellt FIRESKY einen spannenden Grenzgang zwischen Extremen dar, der das Interesse an Konvent (zumindest in der eigenen Nische) weiter hochhalten dürfte.

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Quelle: METAL HAMMER.de