Kritik zu Mother Of Graves THE LIGHT THAT KEEPS US
Ziemlich jede Generation von neuen Bands hat eine, die es schafft, den frühen Death-Doom-Vibe von Katatonia zu nageln und mich fragen zu lassen, wie eine Welt klingen würde, in der die Schweden nicht gen Power Dark Pop gedriftet wären. ‘The Silent Weight Of The Stars’ auf diesem dritten Album der US-Sadboi-Doomer Mother Of Graves ist so ein Song, der die Uhr 33 Jahre zurückdreht und doch kein Stück existenzielle Angst wegdividiert. Es wäre aber unfair, die Band aus Indiana als reine Epigonen abzutun, aber ihr Herz schlägt schon jahrzehntelang aus dem Takt und vor allem auf Schwedisch – Edge Of Sanity in ihrer Gothic-Doom-Phase grüßen, auch Dan Swanö-mäßige Prog-Phrasierungen lassen sich immer mal wieder blicken. THE LIGHT THAT KEEPS US ist ein Album, das durchweg Klasse ausstrahlt, in den Kompositionen, den zur Schau gestellten Skills und auch der Produktion, und es gibt an keinem der Songs groß was zu mäkeln – nur in der Summe stört mich etwas die Monotonie im Tempo und das Immergrau der Stimmung. Aber auch das ist natürlich ein Déjà-vu, und im Vergleich zu BRAVE MURDER DAY geht es hier geradezu vogelwild zur Sache, phasenweise.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















