Lamb Of God spricht sich gegen Social Media aus

Lamb Of God-Frontmann Randy Blythe geht beim Thema Soziale Medien einen kompromisslosen Weg. In der australischen Sendung ‘The Break Down With Nath & Johnny’ stellte der Musiker klar: „Ich bin nicht in den Sozialen Medien.“
Einzig auf der Plattform Substack ist er noch aktiv. Doch dort gilt eine strikte Regel: Nur zahlende Abonnenten dürfen Kommentare hinterlassen.
Echte Begegnungen statt digitaler Illusion
Gegenüber der Technik zeigt sich der Sänger keineswegs feindselig. „Ich bin natürlich kein Technikfeind, ich bin nicht gegen Technologie“, betonte Blythe bereits 2025 in der ‘Midlife Makeover Show’. Dennoch warnte er eindringlich vor der Suchtgefahr und plädierte für einen bewussten Umgang.
Blythe kritisiert, dass sich viele Menschen inzwischen zu sehr auf digitale Plattformen verlassen. Den eigentlichen Wert virtueller Freundschaften stellt er radikal infrage: „Werden diese Freunde einem helfen, wenn man mit dem Auto eine Reifenpanne am Straßenrand hat? Wenn man keinen Ersatzreifen dabei hat und sie zum Laden fahren müssen, um einen zu holen? Werden sie das für einen tun? Deine 800 Freunde auf der ganzen Welt? Nein.“
Randy ist gegen die Jagd nach Likes
Auch die ständige Jagd nach Likes und die Pflege von Online-Profilen hält er für eine Illusion. „Was bringt einem das am Ende? Wie lässt sich das in etwas Wertvolles im Leben umsetzen, abgesehen davon, dass man auf dem Handy beliebt ist?“, hinterfragte der Groove-Metaller die Social Media-Kultur.
Technologie sollte seiner Meinung nach nur eine Ergänzung zur echten zwischenmenschlichen Interaktion sein. Schließlich spielen im persönlichen Gespräch Empathie und Nuancen eine entscheidende Rolle. Man bewertet unbewusst die Körpersprache des anderen und liest seinen emotionalen Zustand. „All das geht verloren, wenn man sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht“, warnte Randy.
Klare Kante gegen Internet-Trolle
Auch mit Hatern und negativen Kommentaren im Netz muss sich der Lamb Of God-Frontmann nicht mehr herumschlagen. Auf die Frage, wie er mit Online-Kritik umgehe, antwortete er gewohnt mit einem Augenzwinkern. Da Blythe seine Konten gelöscht habe, gebe es keine Trolle mehr: „Schlechte Nachrichten für euch. Ihr existiert nicht.“
Sollte ihn jemand auf Substack dennoch beschimpfen wollen, macht Blythe ein Geschäft daraus. „Wenn du mich beleidigen willst, musst du mich bezahlen“, witzelte der Musiker. „Und dann werde ich dich blockieren. Aber du bezahlst mich trotzdem.“
Was am Ende des Lebens wirklich zählt
Am Ende geht es dem Lamb Of God-Sänger um den wahren Wert der Lebenszeit. Er möchte seine Aufmerksamkeit nicht an Bildschirme verschwenden. Blythe blickt dabei bereits auf den Moment voraus, in dem er eines Tages auf dem Sterbebett liegen wird.
Dabei ist Randy sich einer Sache absolut sicher: „Ich bezweifle, dass ich mir sagen werde: ‚Ich wünschte wirklich, ich hätte mehr Zeit damit verbracht, auf mein Handy zu schauen.‘“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















